Schulungsmodul 08 · Kompetenz & Recht

KI-Kompetenz & Datenschutz –
was Schulen wissen müssen

DSGVO im Schulkontext, EU AI Act, schulrechtliche Fragen und wie man KI-Medienkompetenz systematisch aufbaut — das Modul für alle, die Verantwortung tragen.

DSGVO für SchulenEU AI ActKI-Kompetenz aufbauenSchulungsangebot

Rechtlicher Rahmen

DSGVO im Schulkontext – das Wichtigste

Schulen sind keine Unternehmen — aber die DSGVO gilt trotzdem. Hier die wichtigsten Regeln für den KI-Einsatz in der Schule.

SituationDSGVO-AmpelBegründung
Lehrpläne und eigene Materialien in KI verwenden🟢 Kein ProblemKeine personenbezogenen Daten
Elternbrief ohne Namen in KI formulieren🟢 Kein ProblemKeine Personenbezüge
Schülerarbeiten anonymisiert als Beispiel🟡 Mit VorsichtIdentifizierung muss ausgeschlossen sein
Zeugnis mit Schülernamen in Cloud-KI🟡 Schulträger fragenJe nach Bundesland und Schulträger unterschiedlich
Schülerfotos in KI hochladen🔴 VerbotenBildrechte Minderjähriger, absolute Grenze
Vollständige Schülerakten oder Noten🔴 VerbotenBesonders sensible personenbezogene Daten
🏫
Schul-Datenschutzbeauftragter einbeziehen

Jede Schule hat (oder sollte haben) einen Datenschutzbeauftragten. Bevor KI schulweit eingeführt wird, sollte dieser eingebunden werden. Robert begleitet Schulen auch bei diesem Prozess — von der Bestandsaufnahme bis zur schulweiten KI-Vereinbarung.

Neues EU-Recht

EU AI Act – was Schulen wissen müssen

Der EU AI Act ist seit 2024 in Kraft. Bildung ist ein sensibles Anwendungsfeld — hier die Konsequenzen für den Schulalltag.

📜

Hochrisiko-Systeme

KI-Systeme, die Schüler benotet, klassifiziert oder über Bildungswege entscheidet, gelten als Hochrisiko-KI. Für sie gelten strenge Anforderungen. Einfache Schreibhilfen sind das nicht.

🏷️

Transparenzpflicht

Wenn Schüler mit KI interagieren, muss das erkennbar sein. KI darf sich nicht als Mensch ausgeben. Duck.ai erfüllt das.

📚

KI-Kompetenzen im Lehrplan

Ab 2025 werden in vielen Bundesländern KI-Kompetenzen verbindlicher Lehrplanbestandteil. Frühzeitige Vorbereitung zahlt sich aus.

Für Lehrkräfte gilt

KI als persönliches Arbeitswerkzeug für Vorbereitung und Verwaltung ist unkritisch. Die EU-Regelungen betreffen vor allem KI-Systeme, die Entscheidungen über Schüler treffen.

Systematisch aufbauen

KI-Kompetenz an der Schule entwickeln

KI-Kompetenz ist keine Fähigkeit, die man einmalig erlernt — sie muss kontinuierlich aufgebaut, aktualisiert und an Schüler weitergegeben werden.

1
Bestandsaufnahme: Wo steht das Kollegium?

Wer nutzt KI bereits, wer nicht? Wo gibt es Berührungsängste, wo schon Best Practices? Kurze Umfrage im Kollegium als Startpunkt.

2
Kollegiale Weiterbildung

Ein bis zwei Lehrkräfte bauen Kompetenz auf und geben sie weiter. Kleine interne Workshops, keine große Veranstaltung. Praxis schlägt Theorie.

3
Schulweite KI-Vereinbarung entwickeln

Gemeinsam mit Schulleitung, Datenschutzbeauftragtem und Elternvertreter: Was ist erlaubt, was nicht, wie gehen wir mit KI um?

4
Schüler einbeziehen

Schüler nicht nur belehren — sie mitgestalten lassen. Was erleben sie? Welche Tools nutzen sie privat? Ehrliches Gespräch statt Verbot.

5
Regelmäßig aktualisieren

KI entwickelt sich schnell. Was heute gilt, kann in sechs Monaten überholt sein. Jährliche Reflexion im Kollegium einplanen.

Schulungsangebot · Robert Koegler · Mediendozent

„KI – der 4. Lehrer im Raum"
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